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Alternative Bank hält sich nicht an angebotene Konditionen

Update 1. Oktober 2012: Die ABS hat meinen Blog entdeckt und sich freundlicherweise per Mail gemeldet. Sie werden die Briefe weiterhin verschicken, allerdings ohne den Zusatz “Wir behalten uns vor .. Gebühren zu belasten.” Das finde ich eine faire Lösung und freue mich über das Engagement und die Kundennähe der Bank!

Vor einigen Monaten habe ich meine Bank gewechselt. Nicht dass meine paar Fränkli der Credit Suisse weh tun würden, aber mit der Alternativen Bank Schweiz habe ich definitiv ein besseres Gefühl. Nachhaltiges Investieren und eine gesunde Geschäftspolitik beruhigen meine Nerven im Hinblick des weltweiten Finanzwahnsinns.

In meinem Alltag vertraue ich stark auf das bargeldlose Zahlen. Darum war mir eine Maestro-Karte wichtig. Auf der Webseite wirbt nun die ABS mit folgenden Konditionen:

ABS Konditionen Maestro-Karte (Bancomat: gratis)

Doch wehe dem, der die Karte auch wirklich zum Bezug am Bancomat benutzt. Kürzlich erhielt ich ein Schreiben mit folgender Warnung:

“Aufgrund Ihrer ausserordentlich hohen Anzahl Automatenbezüge entstehen der ABS allerdings unverhältnismässig hohe Kosten. Deshalb bitten wir Sie, die Anzahl Ihrer Bezüge pro Monat auf 10 zu beschränken. Wir behalten uns vor, bei Bezügen über diese Anzahl kostendeckende Gebühren [..] zu belasten.” (Scan des Briefes).

Und das scheint durchaus ihr Ernst zu sein. Eigentlich ist es nicht so, dass ich dutzende von kleinen Beträgen abgehoben habe. Hier die Statistik für den Monat Juni 2012:

  • Bancomat-Benutzung: 11 Mal
  • Einkauf mit Maestro-Karte: 11 Mal

Ich halte das für sehr wenig Benutzung! Wir sind im Jahr 2012 – beispielsweise ist in Schweden praktisch kein Bargeld mehr im Umlauf.